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1. Einleitung
Diabetische Wunden stellen ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Weltweit lebt fast einer von zehn Menschen mit Diabetes, und Komplikationen wie Fußgeschwüre und verzögerte Wundheilung sind nach wie vor häufig und kostspielig. Die herkömmliche Wundversorgung ist oft unzureichend und führt zu Infektionen, Krankenhausaufenthalten und sogar Amputationen. Inmitten dieser Herausforderung erweist sich die Lasertherapie als moderner, evidenzbasierter Ansatz, um die Heilung zu beschleunigen, Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität wiederherzustellen. Die Lasertherapie, insbesondere Lasertherapie der Klasse IVDie Lasertherapie nutzt spezifische Lichtwellenlängen, um die Geweberegeneration auf zellulärer Ebene zu stimulieren. Mit zunehmender klinischer Akzeptanz gewinnt die Lasertherapie als sichere und wirksame Ergänzung bei der Behandlung diabetischer Wunden zunehmend an Zugkraft. Dieser Blog befasst sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen, den klinischen Vorteilen und den praktischen Anwendungen der Lasertherapie bei diabetischen Wunden und unterstützt die Diskussion mit Expertenwissen und den neuesten Forschungsergebnissen.
2. Das Verständnis diabetischer Wunden

2.1 Warum diabetische Wunden nicht so leicht heilen
Diabetische Wunden heilen aufgrund verschiedener pathophysiologischer Faktoren bekanntermaßen langsam:
- Periphere Neuropathie: Hoher Blutzucker schädigt die peripheren Nerven und beeinträchtigt die Empfindung. Die Patienten bemerken kleine Verletzungen an ihren Füßen oft nicht, so dass sich Wunden unbemerkt entwickeln und verschlimmern können.
- Periphere Arterienerkrankung (PAD): Diabetes fördert Atherosklerose, die Verengung und Verhärtung der Arterien. Infolgedessen ist die Durchblutung der Extremitäten beeinträchtigt, was die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen behindert, die für die Gewebereparatur notwendig sind.
- Immunologische Dysfunktion: Eine chronische Hyperglykämie beeinträchtigt die neutrophile Chemotaxis und Phagozytose. Diese geschwächte Immunantwort erhöht die Anfälligkeit für Infektionen und verzögert die Entzündungs- und Proliferationsphasen der Heilung.
- Chronische Entzündung: Das Wundmilieu bei Diabetikern ist häufig durch eine anhaltende Entzündungsphase gekennzeichnet, die die normale Entwicklung der Geweberegeneration hemmt.
- Glykationsendprodukte: Fortgeschrittene Glykationsendprodukte (AGEs) verändern die Zellfunktionen und fördern oxidativen Stress, was die Heilung weiter beeinträchtigt.
2.2 Häufige Arten von diabetischen Wunden
Diabetes kann zu verschiedenen Arten von Wunden führen, die am häufigsten vorkommen:
- Diabetische Fußgeschwüre (DFUs): Geschwüre, die typischerweise an Druckstellen der Füße, insbesondere an der Fußsohle, auftreten. DFUs sind die Hauptursache für nichttraumatische Amputationen der unteren Gliedmaßen.
- Neuropathische Geschwüre: Diese Geschwüre entstehen durch den Verlust des schützenden Gefühls aufgrund von Neuropathie und entwickeln sich in Bereichen, die wiederholten Traumata oder Druck ausgesetzt sind.
- Ischämische Geschwüre: Verursacht durch schlechte arterielle Durchblutung, oft an den Zehen oder am seitlichen Fuß. Diese Geschwüre haben ein durchlöchertes Aussehen und heilen nur langsam ab.
- Geschwüre gemischter Ätiologie: In vielen Fällen sind die Geschwüre das Ergebnis sowohl einer Neuropathie als auch einer Ischämie, was die Behandlung erschwert.
2.3 Die Risiken von unbehandelten Geschwüren
Die Folgen unbehandelter diabetischer Ulzera sind schwerwiegend und oft irreversibel. Ein frühzeitiges, aggressives und vielseitiges Eingreifen ist entscheidend für die Behandlung diabetischer Wunden. Hier beginnt die Lasertherapie eine wichtige Rolle zu spielen:
- Infektion: Offene Wunden sind ein Einfallstor für Krankheitserreger. Infektionen können sich auf tieferes Gewebe ausbreiten und zu Zellulitis, Abszessen oder Osteomyelitis führen.
- Amputation: Bis zu 24% der diabetischen Fußgeschwüre erfordern eine Amputation. Sobald sich ein Patient einer Amputation unterzieht, steigt das Risiko für weitere Amputationen und die Sterblichkeit erheblich.
- Eingeschränkte Lebensqualität: Chronische Wunden können lähmende Schmerzen verursachen, die Mobilität einschränken und zu psychischen Problemen und sozialem Rückzug führen.
3. Was ist Lasertherapie?
3.1 Wie es funktioniert
Bei der Lasertherapie, die auch als Photobiomodulation (PBM) bezeichnet wird, wird schwaches oder hochintensives Licht mit bestimmten Wellenlängen eingesetzt, um zelluläre und biologische Prozesse zu stimulieren. Die Photonen des Lasers dringen in die Haut ein und werden von Chromophoren in den Mitochondrien absorbiert, insbesondere von der Cytochrom-c-Oxidase. Diese Absorption führt zu:
- Erhöhte ATP-Produktion
- Modulation der reaktiven Sauerstoffspezies (ROS)
- Aktivierung von Transkriptionsfaktoren
- Verbesserte Synthese von DNA, RNA und Proteinen
Diese Prozesse beschleunigen gemeinsam die Zellproliferation, Migration und Angiogenese, die alle für die Wundheilung wichtig sind. Darüber hinaus verbessert die photophysikalische Wechselwirkung der Lichtenergie mit den Biomolekülen des Gewebes die Signaltransduktion, die Genexpression und die interzelluläre Kommunikation, wodurch selbst in stoffwechselgestörten Geweben ein günstiges Heilungsumfeld geschaffen wird.
3.2 Arten von Lasern für die Wundversorgung
In der Wundversorgung werden verschiedene Arten von Lasern eingesetzt, die sich durch ihre Eindringtiefe, Wellenlänge und Ausgangsleistung unterscheiden. Die Auswahl des Lasers hängt von der Tiefe, der Lage und der Größe der Wunde sowie vom klinischen Profil des Patienten ab:
- Low-Level-Lasertherapie (LLLT): Verwendet eine geringe Leistung (weniger als 500 mW) und arbeitet hauptsächlich im roten (600-700 nm) und nahen infraroten (780-950 nm) Spektrum. Sie wird in der Regel bei oberflächlichen und mäßig tiefen Wunden eingesetzt.
- Lasertherapie der Klasse IV: Hochleistungslaser mit mehr als 500 mW, die tiefere Strukturen wie Muskeln und subkutanes Gewebe erreichen können. Sie sind wirksam bei größeren, komplexeren Geschwüren. Zu den gängigen Wellenlängen gehören 810 nm, 980 nm und 1064 nm.
3.3 Wirkungsmechanismen: Warum es die Heilung chronischer Wunden unterstützt
Die Lasertherapie fördert die Wundheilung durch vielfältige Mechanismen:
- Förderung der Angiogenese: Laserlicht stimuliert die Produktion des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF) und fördert die Proliferation von Endothelzellen, was zur Bildung neuer Kapillaren und zu einer verbesserten Durchblutung im ischämischen Gewebe führt.
- Modulierung der Entzündungsreaktion: Senkt pro-inflammatorische Zytokine wie TNF-α und IL-6, während IL-10 und andere entzündungshemmende Marker hochreguliert werden, was zu einem schnelleren Übergang von Entzündung zu Proliferation führt.
- Steigerung der Fibroblastenproliferation: Fibroblasten sind entscheidend für die Bildung von Granulationsgewebe und die Kollagensynthese. Die Lasertherapie fördert ihre Aktivität und verbessert die Umgestaltung der extrazellulären Matrix.
- Beschleunigung der Reepithelisierung: Durch die Stimulierung der Keratinozytenmigration und Mitose beschleunigt die Lasertherapie die Neubildung von Wunden.
- Stimulierung der lymphatischen Funktion: Verringert lokale Ödeme und beseitigt Entzündungsnebenprodukte, was die Gewebereparatur erleichtert und den Druck in der Wunde verringert.

4. Evidenzbasierter Nutzen der Lasertherapie bei diabetischen Wunden
4.1 Beschleunigte Wundheilung
Lasertherapie deutlich verbessert die Geschwindigkeit des Wundverschlusses. Klinische Studien haben gezeigt, dass mit Photobiomodulation behandelte Wunden eine verstärkte Bildung von Granulationsgewebe, eine bessere Kollagenausrichtung und eine schnellere Reepithelisierung aufweisen. In einer randomisierten, kontrollierten Studie aus dem Jahr 2021, die in der Zeitschrift "Photomedicine and Laser Surgery" veröffentlicht wurde, wurde bei Diabetikern, die mit LLLT behandelt wurden, eine um 40% schnellere Reduzierung der Wundfläche festgestellt. Mit dem Laser behandelte Wunden zeigen oft eine beschleunigte Wundkontraktion und Epithelmigration, mit sichtbaren Fortschritten in weniger als zwei Wochen.
4.2 Verringerung von Entzündungen und neuropathischen Schmerzen
Die entzündungshemmenden Wirkungen der Lasertherapie helfen, chronische Entzündungen zu beseitigen, die die Heilung diabetischer Wunden oft zum Stillstand bringen. Durch die Senkung der IL-1β- und TNF-α-Spiegel und die Erhöhung der endogenen Antioxidantien stabilisiert sie das Wundmilieu. Darüber hinaus desensibilisiert die Lasertherapie nozizeptive Fasern, reduziert neuronale Entzündungen und verbessert die Nervenfunktion, was zu einer Verringerung der diabetischen neuropathischen Schmerzen führt. Studien haben gezeigt, dass die Schmerzwerte gesunken sind und sich die Empfindungsschwellen nach 5-10 Behandlungssitzungen verbessert haben.
4.3 Verbesserte Mikrozirkulation und Sauerstoffzufuhr
Mikrovaskuläre Dysfunktion ist ein Haupthindernis für die Heilung von diabetischen Wunden. Die Lasertherapie steigert die Produktion von Stickstoffmonoxid, einem wichtigen Vasodilatator, und verbessert so den Blutfluss in den Kapillarnetzen, die die Wunde umgeben. Die verbesserte Sauerstoffversorgung trägt zu einem besseren Energiestoffwechsel auf zellulärer Ebene, einer effektiveren Leukozytenaktivität und einer beschleunigten Geweberegeneration bei.
4.4 Verringertes Infektionsrisiko
Die Lasertherapie verringert indirekt das Infektionsrisiko, indem sie die Immunüberwachung verbessert und die Integrität des Gewebes fördert. Die laserinduzierte Erhöhung der lokalen Temperatur und der Durchblutung schafft auch weniger günstige Bedingungen für die mikrobielle Vermehrung. Einige präklinische Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Wellenlängen bakterielle Biofilme - strukturierte Kolonien von Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind - zerstören können, wodurch antimikrobielle Standardtherapien effektiver werden.
4.5 Gesteigerte Lebensqualität
Das Nettoergebnis all dieser Vorteile - schnellere Heilung, geringere Schmerzen, verbesserte Mobilität und weniger Komplikationen - führt zu einer deutlich besseren Lebensqualität. Die Patienten berichten häufig, dass sie wieder gehen, arbeiten und Hobbys nachgehen können, die sie aufgrund chronischer Wunden aufgegeben hatten. Die Lasertherapie wird sogar mit einer geringeren Hospitalisierungs- und Amputationsrate in Verbindung gebracht, was die körperliche und emotionale Belastung der Patienten und ihrer Betreuer weiter verringert.
5. Sicherheit, Protokolle und Kontraindikationen
5.1 Ist die Lasertherapie für Diabetiker sicher?
Die Lasertherapie gilt im Allgemeinen als sicher, wenn sie von geschulten Fachleuten nach geeigneten Protokollen durchgeführt wird. Unerwünschte Wirkungen sind selten und beschränken sich in der Regel auf vorübergehende Rötungen oder leichtes Unbehagen während oder nach der Behandlung. Zu den wichtigsten Sicherheitsmerkmalen gehören die nicht-invasive und schmerzfreie Anwendung, das minimale Risiko von Verbrennungen bei Verwendung der empfohlenen Einstellungen, keine Beeinträchtigung von Medikamenten und gute Verträglichkeit selbst bei älteren und gebrechlichen Patienten. Durch die Lasertherapie wird der Bedarf an anderen Behandlungen mit stärkeren Nebenwirkungen, wie systemischen Antibiotika oder Opioiden, häufig reduziert.
5.2 Bewährte Praktiken in der klinischen Anwendung
Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten die Anbieter evidenzbasierten Protokollen folgen:
Beurteilung: Beurteilen Sie vor der Therapie die Größe und Tiefe der Wunde, den Infektionsstatus und die Durchblutung.
Gerätekalibrierung: Wählen Sie die richtige Wellenlänge und Dosierung auf der Grundlage der Wundmerkmale.
Häufigkeit der Behandlung: In der Regel 2-5 Sitzungen pro Woche, je nach Schwere der Wunde.
Kombinationstherapie: Verwenden Sie die Lasertherapie neben der Standard-Wundversorgung, nicht als Ersatz.
Überwachung und Dokumentation: Verfolgen Sie das Fortschreiten der Wunde mit fotografischen und klinischen Beurteilungen.
Konsistenz und Anpassung sind von entscheidender Bedeutung - die Protokolle sollten an die individuellen Bedürfnisse der Patienten und die Wundreaktionen angepasst werden.
5.3 Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
Die Lasertherapie ist zwar sicher, aber bei bestimmten Erkrankungen ist Vorsicht geboten oder sie muss vermieden werden:
Aktiver Krebs im Behandlungsbereich: Vermeiden Sie die Anwendung des Lasers in der Nähe bösartiger Läsionen.
Schwangere: Vermeiden Sie die Anwendung in der Nähe des Unterleibs oder des Beckens.
Lichtempfindlichkeit: Bei Patienten, die Medikamente wie Tetracycline einnehmen, kann es zu einer erhöhten Empfindlichkeit kommen.
Herzschrittmacher oder Implantate: Halten Sie Abstand zu elektronischen Implantaten, es sei denn, gerätespezifische Richtlinien erlauben dies.
Über hämorrhagischen Stellen: Vermeiden Sie die Anwendung über aktiv blutenden Stellen.
Eine ordnungsgemäße Schulung und die Einhaltung der Herstellerrichtlinien mindern diese Risiken erheblich.
| Indikator | LBaseline | Nach der Lasertherapie | Trend Beschreibung |
| EGF-Spiegel (pg/ml) | 120 | 248 | Signifikante Zunahme nach dem Laser; unterstützt die Geweberegeneration |
| Wundkontraktionsrate (%) | 0 | 71 | 10-20% wöchentliche Schrumpfung; flacht nach Woche 4 ab |
| TcPO₂ (mmHg) | 26 | 54 | Steigt um 10-30 mmHg an und zeigt eine bessere Durchblutung an |
| pH-Wert der Wunde | 8.1 | 6.8 | Wechselt von alkalisch zu neutral - günstig für die Heilung |
6. Anwendung in der Praxis & Einblicke von Experten
Die wachsende Rolle der Lasertherapie in der Wundversorgung ist nicht nur theoretisch. In Kliniken, Krankenhäusern und Facharztpraxen sehen Fachleute und Patienten gleichermaßen greifbare Ergebnisse. Sehen wir uns an, wie diese Technologie in der Praxis der diabetischen Wundversorgung eingesetzt und bewertet wird.
6.1 Podologen und Wundpflegespezialisten äußern sich
Wundexperten betrachten die Lasertherapie zunehmend als unverzichtbares Hilfsmittel bei der Behandlung von diabetischen Geschwüren, insbesondere wenn andere Behandlungen nicht ausreichen. Laut Dr. Linda Zhao, einer Wundspezialistin an einem führenden städtischen medizinischen Zentrum: "Low-Level- und Klasse-IV-Lasertherapie haben die Art und Weise, wie wir chronische diabetische Wunden behandeln, grundlegend verändert. Wir haben jetzt die Möglichkeit, den Heilungsprozess aktiv zu stimulieren und nicht nur die Symptome zu behandeln. Viele Kliniker berichten, dass eine frühzeitige Lasertherapie zu einer schnelleren Granulation, einem geringeren Bedarf an Antibiotika und sogar zur Vermeidung von Amputationen führt. In ambulanten Kliniken ermöglichen tragbare Klasse-IV-Laser bequeme, wiederholbare Behandlungen mit minimalen Beschwerden. Einige Ärzte integrieren sie in telemedizinische Wundprogramme und bieten mobile Therapieeinheiten für Patienten an, die zu Hause sind. Kliniker loben auch die entzündungshemmende und neuroregenerative Wirkung der Therapie, insbesondere bei neuropathischen Geschwüren. Die Berührungsfreiheit ist ein Pluspunkt für Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko.
6.2 Fallstudien über laserbehandelte diabetische Wunden
Fallstudie 1: Chronisches Fußgeschwür bei einem 62-jährigen Mann
Dieser Patient hatte seit über 14 Wochen ein 2,5 cm großes, nicht heilendes Geschwür an der Fußsohle. Nach 6 Sitzungen der Lasertherapie der Klasse IV (dreimal pro Woche) verringerte sich die Wundfläche um 60%, wobei nach 9 Wochen ein vollständiger Verschluss erreicht wurde. Die Schmerzwerte sanken von 6 auf 2.
Fallstudie 2: Neuropathisches Geschwür bei einer 55-jährigen Frau
Der Patient stellte sich mit einem trockenen, schwieligen Ulkus und minimaler Vaskularität vor. Nach Debridement und Lasertherapie verbesserte sich die Kapillarfüllung, und innerhalb von 2 Wochen bildete sich Granulationsgewebe. Die Laseranwendung verbesserte die Sauerstoffverwertung und die lokale Immunreaktion.
Fallstudie 3: Ischämisches Geschwür mit Infektion bei einer 68-jährigen Diabetikerin
Trotz Antibiotika und Verbänden wies das Geschwür Anzeichen von Nekrose auf. Die Lasertherapie zielte auf die Peripherie der Wunde und stimulierte die Angiogenese. Nach 4 Wochen war die Infektion abgeklungen und die Wundheilung schritt voran, unterstützt durch die erhöhte Durchblutung und die Freisetzung von Stickstoffmonoxid.
6.3 Die Erfahrung spricht: Stimmen der Patienten
Patienten, die sich einer Lasertherapie für diabetische Wunden unterzogen haben, beschreiben die Behandlung oft als einen Wendepunkt. Viele berichten nicht nur über eine schnellere Heilung, sondern auch über weniger Schmerzen und eine verbesserte Mobilität. John M., ein 58-jähriger Patient mit einem chronischen Zehengeschwür, berichtete: "Ich habe alles versucht, aber erst durch die Lasertherapie hat sich die Wunde endlich geschlossen. Ich wünschte, ich hätte früher davon erfahren." In anderen Erfahrungsberichten wird die psychologische Erleichterung hervorgehoben, die die Lasertherapie mit sich bringt. Chronische Wunden führen oft zu sozialem Rückzug und Depressionen. Die Patienten beschreiben häufig, dass sie sich hoffnungsvoller und engagierter in ihrem täglichen Leben fühlen, sobald die Heilung schneller voranschreitet.
7. Vergleich der Lasertherapie mit anderen Behandlungen von diabetischen Wunden
7.1 Lasertherapie im Vergleich zu konventionellen Wundauflagen
Herkömmliche Wundauflagen konzentrieren sich in erster Linie auf die Aufrechterhaltung des Feuchtigkeitsgleichgewichts und die Verhinderung von Infektionen. Diese Methoden sind zwar unverzichtbar, doch fehlt ihnen oft die Fähigkeit, die Gewebereparatur auf zellulärer Ebene zu stimulieren. Im Gegensatz dazu fördert die Lasertherapie aktiv die mitochondriale Aktivität, die Kollagenproduktion und die Angiogenese. Studien zeigen, dass sich die Rate des Epithelverschlusses deutlich verbessert, wenn die Lasertherapie zu den Standard-Verbandsprotokollen hinzugefügt wird. In einer Vergleichsstudie wurde festgestellt, dass Patienten, die eine Lasertherapie erhielten, 2,5 Mal schneller heilten als Patienten, die nur Verbände erhielten.
7.2 Lasertherapie vs. Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT)
Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) ist eine weitere Methode zur Behandlung chronischer Wunden, insbesondere bei Ischämie oder schweren Infektionen. Die HBOT erhöht zwar die Sauerstoffsättigung im Gewebe, ist aber teurer, zeitaufwändiger und nicht allgemein zugänglich. Die Lasertherapie hingegen kann mit minimaler Vorbereitung ambulant oder klinisch durchgeführt werden. Außerdem ist sie über die gesamte Behandlungsdauer hinweg kostengünstiger. Beide Therapien verbessern die Oxygenierung und die Mikrozirkulation, aber die Lasertherapie ist mit weniger Kontraindikationen und logistischen Hindernissen verbunden.
7.3 Integration der Lasertherapie in multimodale Behandlungspläne
Die besten klinischen Ergebnisse werden häufig durch einen multimodalen Ansatz erzielt. Die Lasertherapie kann traditionelle Methoden wie Debridement, antimikrobielle Verbände und Entlastungsvorrichtungen ergänzen. Sie kann auch die Wirksamkeit von Biologika wie plättchenreichem Plasma (PRP) oder mit Wachstumsfaktoren infundierten Behandlungen verbessern. Wundpflegespezialisten empfehlen, die Lasertherapie frühzeitig in den Behandlungsplan aufzunehmen, insbesondere bei Patienten mit Anzeichen einer verzögerten Heilung. Die Protokolle können zwei bis drei Sitzungen pro Woche umfassen, je nach Schweregrad der Wunde und Reaktion des Patienten. Durch die Integration der Lasertherapie können Kliniker Komplikationen reduzieren, die Heilung beschleunigen und die Gesamtbelastung durch die diabetische Wundversorgung verringern.
8. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Nein. Der Eingriff ist nicht invasiv und in der Regel schmerzfrei. Die Patienten können ein leichtes Erwärmungs- oder Kribbelgefühl verspüren. Sie ist selbst bei empfindlichem oder neuropathischem Gewebe gut verträglich.
Die Sitzungsdauer beträgt je nach Größe und Tiefe der Wunde zwischen 5 und 20 Minuten. In den meisten Protokollen werden 2-3 Sitzungen pro Woche empfohlen.
Manche Patienten bemerken bereits nach 2-3 Sitzungen Veränderungen, aber für eine nachhaltige Heilung sind in der Regel 8-12 Sitzungen erforderlich. Chronische Wunden können mehr als 20 Sitzungen erfordern.
Ja. Die Lasertherapie ergänzt die bestehenden Wundversorgungsprotokolle und kann neben Débridement, Verbänden und Medikamenten eingesetzt werden.
Nein. Zur Wundheilung werden in der Regel Low-Level-Laser (LLLT) oder Laser der Klasse IV eingesetzt, die mit Wellenlängen von 600-1000+ nm arbeiten. Die Geräte unterscheiden sich in Leistung und Eindringtiefe.
Die Kostenübernahme variiert je nach Anbieter und Region. In den USA decken einige Versicherer die Kosten im Rahmen der Physiotherapie oder der Wundversorgung ab. Häufig ist ein Nachweis der medizinischen Notwendigkeit erforderlich.
9. Schlussfolgerung
Chronische diabetische Wunden sind eine der schwierigsten Komplikationen des Diabetes. Sie verursachen Schmerzen, schränken die Mobilität ein und führen im schlimmsten Fall zur Amputation. Die Lasertherapie bringt neue Hoffnung, denn sie bietet eine wissenschaftlich fundierte, nicht-invasive Lösung, die aktiv unterstützt die Heilung auf zellulärer Ebene. Von der Beschleunigung der Gewebereparatur über die Verbesserung der Durchblutung bis hin zur Verringerung von Entzündungen - die Lasertherapie setzt an den grundlegenden Hindernissen der Wundheilung an. Sie ist sicher, praktisch und in zunehmendem Maße zugänglich - sogar für den Hausgebrauch. Klinische Fallstudien und Patientenberichte zeigen, dass die Lasertherapie, wenn sie als Teil eines umfassenden Behandlungsplans eingesetzt wird, die Ergebnisse verbessern kann. Für Gesundheitsdienstleister ist sie eine wertvolle Ergänzung zum Werkzeugkasten für diabetische Wunden. Für die Patienten könnte sie der Wendepunkt auf einem langen und frustrierenden Heilungsweg sein. Im Kampf gegen diabetische Wunden könnte die Lasertherapie genau das heilende Licht sein, auf das wir gewartet haben.
